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Historical Documentation Notice

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Berlin, Dienstag, 29. Februar 2000, Seite 8


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Israels Mut

[Eichmanns
Tagebücher nicht länger geheim
]

Kommentar von Dietrich Alexander

Israel veröffentlicht die Memoiren des Kriegsverbrechers Adolf Eichmann – eine
Sensation, möchte man meinen. Nicht so in
Israel.

Dort ist man bemerkenswert unaufgeregt darüber, dass
1300 Seiten Aufzeichnungen, die Eichmann in seiner
Gefängniszelle Anfang der sechziger Jahre in Israel verfasst hatte, nun jedem zugänglich gemacht werden sollen. Die Juden sind sich des schrecklichsten Kapitels ihrer Geschichte bewusst. Sie wissen um die perfide
Perfektionierung des Massenmordes, begangen von Deutschen.
Wer immer daran herumdeutelt, wird eher belächelt denn ernst genommen.

Insofern ist die schriftliche Rechtfertigung eines Massenmörders, denn eine Lebensbeichte wird
Eichmann kaum niedergelegt haben, auch historisch wohl von allenfalls geringer Bedeutung.

Wichtig allenfalls als Argumentationshilfe für die
US-Historikerin Deborah Lipstadt, die sich einer
Klage des umstrittenen britischen Historikers David Irving
erwehren muss. Dass einige Ewiggestrige aus den Memoiren
Beweise für die Leugnung des Holocaust herausinterpretieren könnten, ist weit weniger gefährlich als die Mystifizierung eines Nazi-Schergen.
Respekt also vor der Entscheidung eines souveränen
Israels.

Unser
Buchtipp dazu: “Das Reich hört mit” von Irving, David versandkostenfrei bestellen bei bol.de


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Berlin, Dienstag, 29. Februar 2000


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Source Information
Original Publication: 2000-02-29
Digital Archive: Focal Point Publications
Accessed: June 4, 2026