⚠️ Historical Documentation Notice
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Jacov
Tsur writes from Illinois
Lohse’s
Remarks at a Göring Conference
ABOUT the document of the conference of Reich
Commissioners held on 6 August, 1942, under the chairmanship of Goering. The purpose of the conference was to set the quotas of foodstuffs to be delivered to Germany from the occupied areas. The impetus for the conference was provided by the worsening food situation in Germany.
The Meldungen aus dem Reich Geheime Lageberichte des Sicherheitsdienstes der SS 1939-1944 (Reports from the Reich, secret situation reports of the SD 1939-1944) gives a clear picture of the effect of the worsening food situation on the population in Germany in 1942:
4.6.1942 . . . Nach wie vor wirken sich
der Brotmangel…. In den Arbeiterkreisen sei
verschiedentlich eine starke Zunahme der Klagen über
ein dauerndes Hungergefühl zu verzeichnen. . .9.7.1942 . . . In diesem Zusammenhang wird von den Volksgenossen vielfach auch über eine angebliche rapide Gewichtsabnahme gesprochen. . . In einer steigenden Anzahl der Ohnmachtsanfälle von
Männern und Frauen in Fabrikbetrieben . . . glaubt man die ersten Auswirkungen der augenblicklich unzureichenden Ernährung zu sehen.
Göring asked an official how much his territory could deliver, and the official claimed that his territory could deliver no more. The exchange between Goering and the
Reichskommissar Ostland, Lohse, reads as follows:
Lohse: . . .Die mir vom Vierjahresplan
auferlegten Umlagen auf allen Gebieten im Ostland sind
erfüllt worden. Ich glaube, daß sie auch in
Zukunft erfüllt werden können, wenn wir die
notwendigen Arbeitskräfte dafür behalten.
You asked about Lohse’s throw-away reference to the fact that most of the Jews in his territory are dead, and several tens of thousands are gone.
Dr. Otto Brautigam, the Deputy Chief , Political
Division of the Ministry for Eastern Occupied Territories wrote p.414 ff :
Der Vertreter des Wi-Stabes-Ost beim OKH meldete
bestürzt, daß der SD in verschiedenen
Städten und Dörfern Weissrutheniens damit
beginne die Juden abzutransportieren. Wohin erfahre
niemand. Diese Juden seien aber durchweg fleißige
Handwerker, die für dringenden Heeresbedarf
arbeiten. . . Wir verabredeten, uns hingegen zu wenden,
und zwar sollte diesmal nicht Rosenberg, sondern
Göring als Chef des Vierjahresplanes auch einen
Vorstoß unternehmen.Das weitere sollten OKH und
Wi-Stab-Ost veranlassen. Wir glaubten bestimmt, daß
Hitler nunmehr hellhörig werden und Himmler in die
Zügel fallen würde, weil es sich nun um
lebenswichtige Fragen der Versorgung und der
Ausrüstung der Truppe handelte.Zu unserer
großen Enttäuschung und Empörung kam aber
aus dem Führerhauptquartier der niederschmetternde
Bescheid, Hitler habe erklärt, daß das
Judenproblem allen anderen Fragen vorgehe und vor allem
wirtschaftliche Erwägungen keine Rolle spielen
dürften.Er habe noch erläuternd
hinzugefügt, er könne die Judenfrage nur jetzt
in Kriegsgewühl und unmittelbar hinter
kämpfenden Truppe lösen, weil dort die Aktionen
nicht auffielen, sondern unter den allgemeinen
Kriegsmaßnahmen untergingen. . .Der Verbindungsoffizier der Luftwaffe erbot sich auf unsere Bitten hin, bei Göring noch einmal vorzusprechen, um zu erreichen, daß wenigstens
Frauen und Kinder geschont würden. Aber Göring wies den Offizier mit den Worten ab: “Wollt Ihr Euch in den Frauen und Kindern die Rächer ihrer Männer und Väter großziehen ?”Lohse wurde mitgeteilt, daß tatsächlich das
Ministerium in Angelegenheit der Juden keinerlei
Kompetenz besitze….Verschickungen von Juden aus dem Reich nach Gebieten der Sowjetunion haben nur kurze Zeit und in geringen
Umfang stattgefunden. Vergasungslager wie Auschwitz hat es in den besetzten Ostgebieten nicht gegeben. [Er hatte Trostinetz vergessen J.T.] Sie blieben auf
Polen beschraenkt. So ist die Zahl der ueberlebenden
Juden in den der Zivilverwaltung unterstellten
Ostgebieten im Vergleich zu den uebrigen Ostgebieten (Militaerverwaltung und Polen) verhältnismäßig groß …
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