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Historical Documentation Notice

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on the “Holocaust”

The complete text of a little-known document in the Hoover
Library archives

POLITICAL
INTELLIGENCE DEPARTMENT

OF THE
FOREIGN OFFICE

Centre Block, Bush House, W.C.2.

This document is for information only and has not yet been released for publication.

CONFIDENTIAL

Document Section GAD/C

5th. October 1945

Ref. No.: 101

SUBJECT: Greiser addresses the political leaders on the methods to be employed in the administration of Poland.

NOTE: The document reproduced below, for what it may be worth, is a report by a collaborator of Hofrat Prof.
Hermann MICHEL, Director of the Naturhistorisches
Museum in Vienna and an active member of the Austrian freedom movement after the Anschluss, of an address by
Gauleiter GREISER. The writer states that he gained admission with the ticket belonging to an unnamed
Ortsgruppenleiter.

The report is neither signed nor dated, nor is the date of Greiser’s address given, but the allusions to Schirach seem to show that the address was delivered in Austria.

[GERMAN
TEXT:]

Vortrag des Gauleiters Greiser

Über die von ihm im Reichgau Warthegau angeführten Verwaltungsmethoden.

In diesem Vortrage der nur für das politische
Führerkorps bestimmt war u. zu welchem ich eine auf den
Ortsgruppenleiter lautende Eintrittskarte erhielt, um ihn einen Bericht zu liefern, führte Greiser nach meiner
Erinnerung folgendes aus:

1) Bevölkerungspolitik:

Das Alter für die Eheschliessungen wird so hinaufgesetzt, u. die Eheschließung zwischen polnischen Staatsangehörigen daß schon hierdurch ein starker Abfall in der Geburtenzahl eintreten muß.
Zu polnischen Muttern darf weder ein Arzt noch eine Hebamme zur Entbindung gerufen werden.

2) Allgemeine Grundsätze der
Verwaltung:

Im Reichgau Wartheland gelten noch nicht die deutschen Gesetze weil das Gebiet noch nicht zu Deutschland gehört. Es gelten aber auch nicht die polnischen
Gesetze, sodass praktisch im Warthegau der
Reichsstatthalther machen kann, was er will. Greiser appellierte in diesem Zusammenhang an Schirach, auch
Schirach könnte im Reichsgau Wien viele Dinge machen wie er wollte, weil der Reichsgau eine neue Einrichtung sei.

3) Religion:

Religion ist selbstverständlich Privatsache, u. die NSDAP mischt sich nicht in religiöse Fragen. Es bestehen im Wartheland vier Religionsgemeinschaften; eine deutsch-katholische, eine polnisch-katholische,, eine deutsch-evangelische u. eine polnisch-evangelische.
Selbstverständlich könne jeder in eine dieser
Religionsgemeinschaften eintreten.

Aber ebenso selbstverständlich sei dazu ein gewisses Alter erforderlich, das einen selbständigen Entschluß
zulasse u. der Eintritt in der Religionsgemeinschaft müsse in feierlicher Form vor dem zuständiger
Hoheitsträger erfolgen. „Es kommt keiner", rief
Greiser aus.

4) Judenpolitik:

Am Beispiele des Litzmannstädter Ghetto führte Greiser aus, wie im Warthegau die Arbeitskraft der Juden ausgenützt wird. Arbeitsfähige Juden können in das Ghetto, in welchem in drei Schichten in der Bekleidungsindustrie gearbeitet wird. „Was mit den nichtarbeitsfähigen Juden geschieht, brauche ich nicht zu sagen!" Für je drei Juden ist eine Schlafstelle vorhanden. Wir bringen auf diese Art u. Weise sehr viele
Menschen in einen kleinen Raum.

Die Führung hat ein
„Judenkönig", der dreimal so viel zu essen bekommt, als die anderen Juden. In das Ghetto werden nur
Rohmaterialien für den Arbeitsbetrieb, sowie
Lebensmittel in jener Menge geliefert, welche zur
Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit unbedingt notwendig ist.
- 2-

5) Kirchenbesuch:

Die Kirchen sind. an Sonntagen selbstverständlich zur Abhaltung von Gottesdiensten geöffnet. Aber es müssen nicht so viele Kirchen offen sein, sondern es wird für ein Kreisgebiet jeden
Sonntag eine Kirche geöffnet, welche, wird im letzten
Augenblick entschieden. Dann kann der Geistliche schauen wie er hinkommt u. die Gläubigen auch.

„Parteigenosse Schirach, das können Sie alles auch machen !" rief Greiser während seines
Vortrages öfter aus.

Website note: This document is reproduced just as scanned, and errors in grammar and spelling have not been corrected. Gauleiter Greiser was tried in Poland after the war and sentenced to death.

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