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Historical Documentation Notice

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Informationsdienst gegen
Rechtsextremismus


Juni 2002

Junger
Millionär kommt für David
Irving’s Schulden auf

London (idgr) – Nach Berichten der Tageszeitung The Guardian hat sich der 22-jährige britische
Millionär Matthew Gordon
Lennox
bereit erklärt, für einen Großteil des Schuldenbergs aufzukommen, der als Folge einer
Verleumdungsklage, die Irving gegen
Deborah Lipstadt angestrengt hatte, entstanden war.

Irving wollte der
Verfasserin des Buches “Leugnen des
Holocaust” gerichtlich untersagen lassen, er leugne in seinen
Veröffentlichungen den Holocaust.

Irving war in dem langwierigen
Gerichtsprozess im April 2000 unterlegen und bekam darüberhinaus durch das
Gericht bescheinigt, tatsächlich ein
Holocaust-Leugner zu sein. Irving wollte die Entscheidung in einem
Revisionsverfahren prüfen lassen, die
Revision wurde im Juli 2001 abgelehnt.
Nachdem Irving keine Anstalten machte, für die entstandenen Kosten aufzukommen, wurde er im März 2002
offiziell für bankrott erklärt.

£35.000 soll Lennox demnach bereits an Irvings Rechtsvertreter
Peter Laskey gezahlt haben. Auch
Irvings Stadtwohnung im noblen Londoner
Ortsteil Mayfair will er für Irving ersteigern. Über die Wohnung verfügt Irving lediglich im Rahmen eines “Leasehold”, was einem Pachtvertrag entspricht. Der Besitz ist schon lange mit beträchtlichen Hypotheken belastet.
Gegen eine geringe Miete könne Irving mit seiner Familie die Wohnung wieder bewohnen, so Lennox.

Zu seinen Motiven befragt, sagte Lennox zum Guardian, ihn verbinde eine
“persönliche Freundschaft” mit
Irving. Irving sei “Opfer einer gnadenlosen Kampagne”. Er komme für die Schulden nicht nur wegen Irving und seiner Familie auf, sondern für alle, die in Gegnerschaft stünden zu den
“Feinden der freien
Meinungsäußerung”.

Source Information
Original Publication: 2002-07-04
Digital Archive: Focal Point Publications
Accessed: June 3, 2026